Juniorteam an hessischen Europaschulen

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Europäische Bildungsprojekte und den hessischen Europaschulen wird die Forschungsgruppe Jugend und Europa 2007 eine gemeinsame Ausbildungs- und Veranstaltungsreihe in Hessen durchführen. Bei dem gemeinsamen Projekt soll der bewährte Ansatz des Juniorteams Europa der Forschungsgruppe Jugend und Europa auf die Bedürfnisse und Anforderungen im Schulbereich übertragen werden. Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 10 - 12 unterschiedlicher Schultypen werden in Methoden der europapolitischen Bildungsarbeit ausgebildet, die sie anschließend im Rahmen des Peergroup-Ansatzes an ihre Mitschüler weiter vermitteln.

Bei der Adaption des Juniorteammodells für den Einsatz an Europaschulen wird den spezifischen Lernvoraussetzungen und Leistungsmöglichkeiten von Schülerinnen und Schülern Rechnung getragen. Ebenso werden die jeweiligen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen der Europaschulen als Einsatzort für die Veranstaltungen berücksichtigt. Demgemäss werden sowohl das Schulungsprogramm als auch die Konzeption der Veranstaltungen an diesen Erfordernissen ausgerichtet. Dies wird durch eine enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Europaschulen, der Gesellschaft für Europäische Bildung und der Forschungsgruppe Jugend und Europa geleistet. Eine begleitende Evaluation dokumentiert und bewertet den Projektverlauf und die erzielten Ergebnisse.

Mit dem Modellprojekt Juniorteam Europa an den Europaschulen in Hessen soll die europapolitische Bildungsarbeit gestärkt und den beteiligten Schülerinnen und Schüler selbst eine aktive Rolle bei der Vermittlung Europas gegeben werden. Die zu behandelnden Themen setzten an der Lebenswelt der Jugendlichen an, gehen von deren Verständnis und Interesse aus und machen auf diesem Wege Europa erfahrbar. Die eingesetzten Methoden setzen sich spielerisch mit der Thematik auseinander, motivieren die Jugendlichen zu einer vertieften Auseinandersetzung mit europäischer Politik und vermitteln handlungsorientierte Kompetenzen.

Die ausgebildeten Juniorteamer/innen können anschließend in ihren eigenen Schulen oder an anderen Bildungseinrichtungen in unterschiedlichen Veranstaltungsformen tätig werden. Dies erstreckt sich von komplementären Einsätzen im Unterricht, über den Einsatz in Arbeitsgruppen und Europaclub bis zur Gestaltung von Projekt- und Aktionstagen. Die Adaption des Juniorteamansatzes der Forschungsgruppe Jugend und Europa für den Schulbereich ist damit auch ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit von schulischer und außerschulischer Bildungsarbeit.

Weitere Informationen zu dem Projekt erhalten Sie von Herrn Siegfried Seyler, Europaschule Gladenbach (eurogla@gmx.de)